Hallo, ich bin Albin Wrångemyr aus Schweden. Ich bin 22 Jahre alt und seit 2017 Fußballschiedsrichter. Am Sonntag, dem 16. Juli, bin ich mit zwei Kollegen nach Göteborg gereist, um beim größten Jugendfußballturnier der Welt, dem Gothia Cup, zu pfeifen. Spieler, Trainer, Eltern und Fußballfans, die sich die Spiele ansehen, erwarten von uns, dass wir immer die richtigen Entscheidungen treffen. Um erfolgreich zu sein, gibt es verschiedene Hilfsmittel, die uns bei der Leitung von Spielen unterstützen können. Ein gutes Hilfsmittel für die gegenseitige Kommunikation sind Headsets. Mit Headsets können Schiedsrichter in Echtzeit miteinander kommunizieren um die besten Entscheidungen zu treffen. Deshalb teile ich in diesem Blog 5 Tipps, wie man Headsets bei Fußballspielen effektiv einsetzen kann.
1. Klare Kommunikation
Während eines Spiels sprechen oft drei Schiedsrichter und helfen sich gegenseitig bei den richtigen Entscheidungen. Daher ist es wichtig, vor dem Spiel festzulegen, wie untereinander kommuniziert wird, besonders wenn mit Headsets gearbeitet wird. Ein Schiedsrichter trifft pro Spiel etwa 600 Entscheidungen; wenn alle Schiedsrichter gleichzeitig sprechen, ist es schwierig, korrekt und effizient zu entscheiden. Jeder Schiedsrichter muss wissen, wann er sprechen kann und wann er schweigen sollte. Deshalb ist es wichtig, vor Spielbeginn besprochen zu haben, wie jeder Schiedsrichter auf Abseits, Eckbälle, Freistöße oder eskalierende Spielsituationen reagiert. Die Bedingungen, die man während des Spiels mit dem Schiedsrichterteam anwendet, müssen vor dem Spiel festgelegt werden, um Unklarheiten zu vermeiden.
2. Ruhe bewahren
Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Schiedsrichters ist es, jederzeit ruhig zu bleiben, auch wenn man ein Headset trägt. Die Kommunikation mit den Teamkollegen ist einfacher, wenn man in mittlerer Lautstärke spricht. Wenn die Kollegen etwas nicht verstehen oder hören, muss man sein Kommando oder das Gesagte wiederholen, bis man eine Bestätigung von jemandem aus dem Team erhält.
3. Wiederholung
Um Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Schiedsrichtern zu vermeiden, wiederholt man die Nachricht einige Male über das Headset. Besonders als Assistenzschiedsrichter, damit der Hauptschiedsrichter versteht, was passiert. Beispiele sind: „Abseits, Abseits, Abseits“, „Freistoß, Freistoß, Freistoß“ oder „Verwarnung, Verwarnung, Verwarnung“. Bei einem Einwurf sagt man „Einwurf, Grün, Grün, Grün“, um anzugeben, welches Team den Einwurf bekommt.
4. Nur sagen, was passiert
Als Schiedsrichter ist es entscheidend, über das Headset nur das zu kommunizieren, was tatsächlich passiert. Beispiele sind „Abseits“, „Freistoß“, „Spiel“ usw. Mit anderen Worten: Man darf nicht sagen: „Kein Foul“, „Kein Abseits“ oder „Kein Elfmeter“, weil dies für den Hauptschiedsrichter sehr verwirrend sein kann. Er könnte es falsch verstehen und denken, es müsse ein Elfmeter sein, während der Assistenzschiedsrichter sagte: „Kein Elfmeter“.
5. Feedback an Kollegen
Denken Sie daran, dass Sie als Schiedsrichter Teil eines Teams sind. Da eine gute Zusammenarbeit wichtig ist, können Sie sich auch unkompliziert Tipps oder positives Feedback über die Headsets geben. Sie könnten zum Beispiel sagen: „Tolle Entscheidung“, „Gut, diese Verwarnung zu beherzigen“ oder „Behalten Sie Nummer 9 im Auge, macht viel Ärger mit anderen Spielern“.
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